Kategorie-Archiv: Anekdoten und Geschichten

Kryptomnesie – unbewusster Ideenklau

Kryptomnesie

Dieses kryptische Wort heißt einfach übersetzt nichts anderes als unbewusster Ideenklau.
Und wir Kreativen leben tagtäglich damit. Nicht nur, dass man unsere Ideen vermeintlich klaut, auch wir tun nichts anderes. Und zwar jeden verdammten Tag. In den allermeisten Fällen ist uns das nicht bewusst. Wir schwören sogar Stein und Bein, dass diese unsere Idee absolut originär ist und wir vorher nie davon gehört haben.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Zum Trost sei gesagt: So etwas wie originäre Ideen gibt es gar nicht. Damit meine ich, dass jeder absolut neuen Idee bereits viele Gedanken, Bilder, Bücher, Geschichten, Filme, Erfahrungen usw. Anderer vorausgegangen sind. Und das ist nicht nur in der kreativen Welt so, sondern auch in jeder anderen Branche. Es gab immer vor dem Durchbruch in der Gentechnik, der Architektur, der Biologie, der Medizin etc. diverse andere Geistesblitze, die dann wiederum zu diesem einen geführt hat, der alles andere in den Schatten stellt. Wir schöpfen also alle immer aus einem Fundus des bereits Dagewesenen und das Neue ist auch immer zu einem kleinen Teil das Alte. Kryptomnesie – unbewusster Ideenklau weiterlesen

Frohes neues Jahr!

Liebe Schüler und Freunde der Kölner Malschule,

ein neues Jahr hat begonnen! Wir wünschen allen, dass es ein besonders glückliches und kreatives Jahr 2013 für Euch wird!

Unsere Mappenschüler konnten sich im letzten Jahr zu 98% mit ihren Bewerbungen an verschiedenen Fachhochschulen behaupten. Bei mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen haben unsere Schüler ihre Bilder dem Publikum präsentiert.

Es gab viel Lob und Ankäufe, aber auch anregende Kritik.

Hoffentlich bis bald in der Malschule!

 

 

 

C Ivan Dimov: Kinderkram

Kinderkram

Kinder sind kreativ. Alle. Weil sie kreativ denken. Das heißt, sie lassen sich nicht von Vorgegebenem beschränken. Und das bedeutet nun mal Kreativität. Seinen Geist Wege beschreiten zu lassen, die nicht gekennzeichnet und nicht schon von Vorgängern platt getrampelt wurden. Sich durch das Dickicht schlagen, inklusive der Gefahr, am Ende in eine Sackgasse geraten zu sein.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Es ist allerdings ein Trugschluss, dass alle Kinder mit der gleichen Leichtigkeit kreativ sind. Es gibt solche, die sich am liebsten zu etwas anregen lassen und sich auch da am sichersten fühlen, wo sie das tun, was man ihnen sagt. Die auf das gucken, was die anderen so machen und es nachmachen. Das ist ok. Ich bin kein Psychologe, aber ich glaube, das hat auch etwas mit Selbstbewusstsein und Dominanz zu tun. Aber das heißt nicht, dass diese Kinder weniger kreativ sind als die anderen, denen es zuzufliegen scheint. Das heißt nur, dass man diese Kinder stärker ermutigen muss, auch ihren eigenen wilden Gedanken und Ideen zu vertrauen – oder manchmal auch, sie überhaupt erst mal wahrzunehmen.

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Ivan Dimov: Irrungen und Wirrungen

Irrungen und Wirrungen

 

Es gibt ja so Tage, an denen man eigentlich Zeit hat, aber es will einem nichts so richtig gelingen. Man könnte seiner kreativen Arbeit nachgehen, oder endlich Dinge in der Wohnung erledigen, die man schon ewig vor sich herschiebt, oder Rechnungen überweisen, die bereits nahe am Mahnungstermin oder darüber sind, oder endlich mal wieder alles Mögliche ausmisten, was sich in den letzten Monaten bzw. Jahren angesammelt hat und nur noch zum Wegschmeißen taugt.

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Ivan Dimov: Sicher ist sicher

Save!!!!

Ich habe ein mal ein Freund von mir gefragt von wegen Sicherheit im Internet. Er sagte mir, dass wenn ich so viel wie er über Internet wüßte, würde ich es nie benutzen…

Die Schüler an der Kölner Malschule sind im Alter von 3 bis 90. Abgesehen von dem Interesse an der Malerei und dem Zeichnen gibt es bei einigen von ihnen noch zwei weitere Gemeinsamkeiten: Die Ablehnung der sozialen Netzwerke und der sorglose Umgang mit dem Internet.

Also zum Ersten: Ständig präsent zu sein, sagen wir bei Facebook, bringt nicht besonders viel. Andererseits – die Netzkultur ganz abzulehnen, könnte dazu führen, dass spannende gesellschaftliche Phänomenen an einem vorbei wandern.

Zur zweiten Gemeinsamkeit, dem anderen Extrem, nämlich ständig online zu sein, und zwar ohne Schutz, finde ich extrem gefährlich. Es ist so, als ob man seinen neuen Porsche stehen lässt, mit dem Schlüssel im Schloss und geöffneten Türen.  Das Auto abzuschließen würde nicht viel kosten, oder? Ivan Dimov: Sicher ist sicher weiterlesen

BILD DES TAGES

Ein herzliches Hallo an die kreativen Köpfe da draußen!


Für alle die nicht genug von der Welt der Kunst bekommen können und am liebsten auch zu Hause oder Unterwegs wüssten, was wir hier so anstellen, starten wir nun den Dauerlauf unserer „Foto des Tages“ Reihe.

Die“Fotos des Tages“ werden -immer auf dem neuesten Stand- von Schnappschüssen verschiedener Situationen aus der Malschule, über Arbeiten oder Projekte von Schülern und Dozenten bis hin zu Motiven aus der Kunst im Alltag reichen.

Froschperspektive
Froschperspektive

Wir möchten euch zeigen, was geschieht, bewegt, erstaunt, erheitert, motiviert, inspiriert und vor allem was die Malschule und unsere Schüler ausmacht.

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Ivan Dimov: Realismus, Licht und tote Tiere

kreative fragen…

Realismus, Licht und tote Tiere

Neulich bin ich über Aaron Board gestolpert, ein 37 Jahre alter Künstler, Absolvent der New Yorker Academie of Art. Ich selbst habe einen ziemlich realistisch geprägten Ausbildungsbackground und bin vielleicht deswegen beeindruckt von Aaron Boards fabelhaftem Gefühl für das Körperliche ohne das seine Werke abdriften würden in die bloße Demonstration von handwerklichem Können.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Boards Werke wurden in den letzten sechs Jahren in über 30 private  Sammlungen nicht nur in den USA, sondern auch weltweilt aufgenommen. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen.
http://www.aaronboard.com/

Wir alle fühlen uns vom Licht angezogen wie die Motten. Die Sonne beten wir an. Tolle Designer Lampen lieben wir, aber wenn man die Lichtskulpturen des japanischen Künstlers Makoto Tojiki Ivan Dimov: Realismus, Licht und tote Tiere weiterlesen

Ivan Dimov: Mein Ich, dein Ich, unser Ich

kreative fragen…

Mein Ich, dein Ich, unser Ich

Ich hatte einen guten Plan: Nach langer Zeit mal wieder einen Film-Abend mit Freunden. Mit ein paar guten Streifen aus den 90ern. Ich für meinen Teil finde das in den 90ern unglaublich viele gute Filme gemacht wurden, die das Film-Genre revolutioniert haben. Die Gegenwart gehört ohne Zweifel großartigen Serien-Produktionen. Meistens aus dem Hause HBO.

Ich freute mich auf diesen Abend wie ein Kind auf den Weihnachtsmann. Die Woche war irgendwie zu anstrengend und nicht besonders kreativ und so Ausblick am Ende ist doch was. Die Filme. Das Bier. Die Knabbereien. Alles stand bereit. Nur die Freunde ließen sich Zeit. Sie wollten vorher noch zu einem Gartencenter fahren. (Na, super!)

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Ich setzte mich hin und versuchte meine wachsende Ungeduld unterdrücken, die langsam in Verärgerung umschlug.

Dann habe ich mich geärgert, dass ICH mich überhaupt ärgerte und fing an über mich und das Ich nachzudenken und naja… Das Ich ist so eine Sache.

Man kann es auch das Selbst nennen oder ein Sammelsurium von Interessen. Und man kann es nur sehr schwer definieren. Ivan Dimov: Mein Ich, dein Ich, unser Ich weiterlesen

Ivan Dimov: Riepenhoff und Binge Viewing

kreative fragen…

Riepenhoff und Binge Viewing

Ich finde die Werke von Megahann Junell Riepenhoff schlicht und einfach faszinierend. Man kann sich von deren magischer Kraft verführen lassen und die Welt des Alltäglichen verlassen. Plötzlich befinden wir, die Betrachter, uns in etwas, das aussieht wie die Interaktion zwischen Zellen oder einer kosmischen Landschaft.  Sie selbst gibt ihren Werke gerne Titel wie „Sonnensturm“ oder „Nebelfleck“, aber auch schlicht „Sand“ oder „Schnur“.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Ich empfehle jedem, der abstrakte Werke mag, sich die Werke von M.J. Riepenhoff anzuschauen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein.
http://meghannriepenhoff.com/?page_id=78

Wir, als Eltern, machen uns immer wieder Sorgen, wenn unsere  Kinder  zu viel Zeit vor der Glotze verbringen.  Wieso eigentlich? Ah-ja. Zu gewalttätig, aber vor allem zu dooooof.

Ich kann nicht abwarten und komme sofort mit der gute Nachricht
zuerst – das Fernsehgucken wird gesünder.

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Ivan Dimov: Happy Go Lucky

IVAN DIMOV

Happy Go Lucky

Also letztens las ich einen Artikel über das Glück. Es ist ja schon seit einigen Jahren ein wohlerforschter „Gegenstand“ der Wissenschaft, Philosophie, Psychologie etc. Obwohl, auch das habe ich gelernt, man spricht nicht eigentlich von Glück, sondern von Lebenszufriedenheit. Glück ist sicherlich kein dauerhafter Zustand. Sondern kann immer nur einen Moment lang anhalten. Ivan Dimov: Happy Go Lucky weiterlesen