Ivan Dimov: Riepenhoff und Binge Viewing

kreative fragen…

Riepenhoff und Binge Viewing

Ich finde die Werke von Megahann Junell Riepenhoff schlicht und einfach faszinierend. Man kann sich von deren magischer Kraft verführen lassen und die Welt des Alltäglichen verlassen. Plötzlich befinden wir, die Betrachter, uns in etwas, das aussieht wie die Interaktion zwischen Zellen oder einer kosmischen Landschaft.  Sie selbst gibt ihren Werke gerne Titel wie „Sonnensturm“ oder „Nebelfleck“, aber auch schlicht „Sand“ oder „Schnur“.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Ich empfehle jedem, der abstrakte Werke mag, sich die Werke von M.J. Riepenhoff anzuschauen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein.
http://meghannriepenhoff.com/?page_id=78

Wir, als Eltern, machen uns immer wieder Sorgen, wenn unsere  Kinder  zu viel Zeit vor der Glotze verbringen.  Wieso eigentlich? Ah-ja. Zu gewalttätig, aber vor allem zu dooooof.

Ich kann nicht abwarten und komme sofort mit der gute Nachricht
zuerst – das Fernsehgucken wird gesünder.


Ich bin mir sicher, dass Vielen aufgefallen ist, dass in den letzten Jahren unglaublich gute und vor allem intelligente Serien aus den USA herüber geschwappt sind. Ich glaube, für mich fing das Ganze an mit Serien wie „Buffy“„Seinfeld“ (gucke ich immer noch) und „NYPD“.

Komplexe, intelligente Strukturen, die dem Zuschauer Einiges abverlangten.

Und es wurde noch spannender –  „Sopranos“ , „Six Feet Under“, „Mad Men“„Dexter“, „Rome“ oder (mein absoluter Favorit) – „The Wire“.
Diese Serien sind nicht dafür gemacht, dass man sie zehn Minuten nach dem Ende schon wieder vergessen hat, sondern sie bleiben im Gedächtnis und lassen uns immer wieder staunen, wie viel Lebensklugheit darin steckt.  Irgendwo habe ich gelesen, dass diese komplexen Erzählformen die sozialen Kompetenzen besser fördern als Bücher.

Vielleicht bin ich zu konservativ, denn ich werde den Büchern keinesfalls den Rücken kehren, andererseits ist mir der Begriff „Binge Viewing“ (das unterbrechungslose Anschauen zahlreicher Episoden hintereinander bis an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit) schmerzhaft bekannt. Ich tue es immer gern. Ich bin fasziniert von dieser Ansammlung talentierter Menschen, Autoren, Regisseuren, Schauspieler etc., die eine so unglaubliche Leistung darbringen.

In diesem Sinne an alle, die es noch nicht mitgekriegt haben: Es gibt TV außerhalb des  schalen und öden „Big Brother“, „Dschungel-Camp“ oder „DSDS“. Also holt euch was zum Knabbern und Trinken, lehnt euch zurück und …denkt mit!

Bis bald — Ivan

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