Ivan Dimov: Sicher ist sicher

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Ich habe ein mal ein Freund von mir gefragt von wegen Sicherheit im Internet. Er sagte mir, dass wenn ich so viel wie er über Internet wüßte, würde ich es nie benutzen…

Die Schüler an der Kölner Malschule sind im Alter von 3 bis 90. Abgesehen von dem Interesse an der Malerei und dem Zeichnen gibt es bei einigen von ihnen noch zwei weitere Gemeinsamkeiten: Die Ablehnung der sozialen Netzwerke und der sorglose Umgang mit dem Internet.

Also zum Ersten: Ständig präsent zu sein, sagen wir bei Facebook, bringt nicht besonders viel. Andererseits – die Netzkultur ganz abzulehnen, könnte dazu führen, dass spannende gesellschaftliche Phänomenen an einem vorbei wandern.

Zur zweiten Gemeinsamkeit, dem anderen Extrem, nämlich ständig online zu sein, und zwar ohne Schutz, finde ich extrem gefährlich. Es ist so, als ob man seinen neuen Porsche stehen lässt, mit dem Schlüssel im Schloss und geöffneten Türen.  Das Auto abzuschließen würde nicht viel kosten, oder?

Hier ein paar Tipps für Anfänger:

Sie brauchen als erstes ein Antivirus – Programm. Man nennt sie zwar Antivirus, aber sie schützen auch vor Würmern, Trojanern, rootkits, botnets, scareware, adware, spyware etc. Das Antivirus – Programm soll Sie vor jedem Typ von schädlicher Software schützen. Es gibt eine große Anzahl freier Programme, die ziemlich gut sind. Meine Favoriten sind : Avast! Free Antivirus (http://www.avast.com/de-de/free-antivirus-download) und Microsoft Security Essentials (http://windows.microsoft.com/de-DE/windows/products/security-essentials) .
Beide sind hervorragend und kostenlos. (Aber bitte nicht beide gleichzeitig benutzen, denn das könnte Ihr System erheblich verlangsamen und am Ende sogar angreifbar machen.)

Der nächste Wächter ist die unverzichtbare Firewall. Sie schützt Ihr System vor weiteren Bedrohungen. Auch hier ist die Auswahl groß und die gute Nachricht ist: Es gibt wirklich hervorragende Produkte, die völlig kostenlos sind. Windows selbst hat eine eigene Firewall und bei Vista und Windows 7 sind sie auch ziemlich gut.

Ich benutze allerdings die Firewall von Comodo (http://personalfirewall.comodo.com/ ) und Zonealarm (http://www.zonealarm.de/security/en-us/cdn/2010/search/freeza-pro-and-antivirus.htm?lid=de&cid=W200002&source=Google-Germany-Brand&medium=Firewall&content=COPYAVnotenoughgerman-LPfreefirewall+AVgerman&term=%2Bzone%20%2Balarm%20%2Bfire%20%2Bwall&campaign=Brand+Firewall) .

Was ich jedem ans Herz legen kann, ist ein Passwort Manager. Wir besuchen unzählige Seiten, wo wir uns einloggen müssen und ohne Passwort – Manager werden wir total durcheinander kommen oder, was vielleicht wesentlich schlimmer ist, benutzen immer das gleiche Wort und die durch und durch cleveren Hacker brauchen nicht zwanzig, sondern nur ein Wort zu knacken und dann haben sie zu unserem ganzen Online-Leben Zugang und können machen, was sie wollen. Das Programm funktioniert recht einfach. Es merkt sich Ihren Login und ruft ihn ab, wenn Sie ihn brauchen und weil Sie sich nichts merken müssen, können Sie sich einfach wahnsinnig komplizierte Passwörter ausdenken. Ich benutze LastPass (https://lastpass.com/ ) und bin ziemlich zufrieden.

Gut das sind ein paar Riegel an eure Tür – aber leider tummeln sich im Netzt lauter schlaue Köpfe, die nicht immer sehr freundlich sind. Ich habe mal gelesen wie einfach ist jemandes Identität zu klauen. Also es läuft so. Man hat sich eine Person ausgesucht. Sagen wir Laura Müller. Man braucht nur zu wissen, wo sie arbeitet oder wo sie geboren ist. Wenn der Hacker auch noch den Name der Bank bei der Laure ist, kennt – läuft das ganze rund. Denk bitte daran verändert immer persönliche Angaben. Nun sucht unser hacker via Google search nach Laura Müller. Bang! Er findet sie. Bei Google+ und Facebook.

Bei Facebook geht es einfacher, denn die meisten Menschen akzeptieren schnell Freundschaftsanfrage (sie wollen einfach viele Freunde haben) Nun holt sich unser Hacker eine Menge biografische Daten aus Lauras Profil. Jetzt weiß er wo Laura wohnt, wo sie studiert etc. Nächste Station ist Password Wiederherstellung bei der Bank von Laura. Die Bank schickt das neue Passwort an die E-Mail Adresse von Laura.

Nächste Station Gmail. Nun muss der Hacker Lauras E-mails hacken. Der Hacker versucht mit Reset der Passwort von Gmail. Gmail schickt das neue Password an eine andere E-Mail Adresse von Laura. Web.de. Der Hacker versucht sich bei dieser neue E-Mail Konto einzuhacken unter „Passwort vergessen“. Es folgen Sicherheitsfragen. Die richtige Informationen für die meisten Antworten stecken schon auf Lauras Facebook Profil. Geburtsdatum, Eltern, Freunde…etc. Mit ein bisschen Raten und Fleiß knackt der Hacker Lauras Web-E-Mail. Von da aus kann er sich das neue Passwort für Gmail holen. Google stellt ein paar Sicherheitsfragen, aber wieder mit Hilfe von Laura selbst, die alles was in ihr Leben passiert auch gerne in Facebook teilt, findet der Hacker schnell die Antworte n und dann hat er ihr  Gmail-Konto und dort findet er das neue Passwort für das Bankkonto….

und dann ist er schon drin und kann sich überlegen, was er so mit Lauras Geld anstellen kann.

Denk daran und gibt so wenig wie möglich von sich preis.

Ich hoffe den Aufenthalt in der Cyberwelt nun gesund überstehen werden.
Bis Morgen in der Malschule — Ivan

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