Ivan Dimov: Zeichnen mit Feuer

kreative fragen…

Zeichnen mit Feuer

Großartige Kunst oder (nur) unglaubliche Fleißarbeit.

Immer wieder sehen wir Werke von Künstlern, die auf erstaunlichste Weise angefertigt wurden. Ein Portrait, das aus 1,5 Mio winziger Punkte aus dem Fineliner besteht. Auf einer alten Schreibmaschine getippte Zeichnungen. Oder Bilder, die mit dem Rauch einer Kerze angefertigt wurden, wie die des Künstlers Steven Spazuk, der schon in den 80ern ziemlich geschickt mit dem Airbrush umgehen konnte.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Die einen sagen, es sei keine Kunst, sondern nur Fleißarbeit. Andere sagen, es sei fantastisch, was diese Künstler machen.

Jeder sollte sich seine Meinung bilden.

Lasst uns für einen Moment entspannen und nur genießen, ohne zu beurteilen. Es ist faszinierend.

http://www.thisiscolossal.com/2012/02/drawing-with-fire/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+colossal+%28Colossal%29

Zeichnen mit Herz

Im Vergleich zu Steven Spazuks aufwändiger Arbeit, würde man beim Anblick von den Zeichnungen Aidan Kochs vielleicht denken: Nanu, die wurden aber hoppladiehopp angefertigt. Und doch fand ich sie bemerkenswert, gerade weil sie so viel Raum für die eigene Fantasie zulassen. Eine Gabe, die nicht jedem gegeben ist.
http://www.aidankoch.com/index.php?/projects/sketches/

Diese Werke empfehle ich insbesondere unseren Mappenschülern,
die immer wieder an ihre Grenzen stoßen, bei dem Versuch,
ihre Ideen in den Skizzenbüchern zu visualisieren.

Zeichnen mit Fortuna auf der Schulter

Ich höre sehr oft von Kollegen, dass sie Aufträge ablehnen,
weil sie sie für dumm oder unwürdig halten oder karriereschädigend.

Ja, man sollte nicht alles annehmen. Oder? Nur - was sollte man
ablehnen oder annehmen?

In Zusammenhang mit dem bevorstehenden Börsengang von Facebook habe ich eine schöne Geschichte erfahren, von dem Graffiti-Künstler David Choe, der Graffiti-Wandmalereien für das Hauptquartier von Facebook in Kalifornien malte. Damals hielt er die Idee für sinnlos, ja nachgerade dumm. Es war das Jahr 2005 und Mark Zuckerberg war halt eben nur Mark Zuckerberg und nicht DER MARK ZUCKERBERG VON DEM FACEBOOK-MEGA-DING. Letztendlich hatte der gute David Choe Mitleid und hat das Büro dieser Handvoll Nerds etwas verschönert. Sie konnten ihn nicht bezahlen, also bekam er Anteile an Facebook. Jetzt sind seine Anteile 200 000 000 Dollar wert. Kollege Choe war so überwältigt, dass er Mark Zuckerberg eine E-Mail schrieb (bestimmt mit Tränen in den Augen): „( …. ) Ich finde gerade heraus, dass ich der höchstbezahlte lebende Raumausstatter bin.“

Also, liebe Kollegen, denkt ruhig doch mal einen Moment lang nach,
bevor ihr einen Auftrag ablehnt. 😉

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