The Kids are tired – let them sleep!!!!

The Kids are tired – let them sleep!!!!

Gestern sprach ich mit einer Freundin aus der Eifel (Kommern); sie wirkte etwas erschöpft. Der Grund: Ihre Tochter ist jetzt auf dem Gymnasium und sie müssen um 5:30 Uhr aufstehen, damit sie den Bus erwischt und rechtzeitig zum Unterricht erscheinen kann, der um 7:40 Uhr anfängt.
Das ist Wahnsinn!
Lasst mich eines klarstellen: Kleine Kinder stehen gerne früh auf, aber die meisten machen am Nachmittag auch ein kleines Nickerchen und müssen keinen Schulalltag nebst Hausaufgaben bewältigen. Ältere Menschen und überhaupt Erwachsene, die meditieren oder zur Frühschicht antreten müssen, stehen mehr oder weniger gerne früh auf. Aber Teenager! Um Gottes Willen! Ihr Gehirn fängt erst gegen Mittag an zu funktionieren. Sie sind nachtaktiv und das hat auch seine evolutionären Gründe. Im Steinzeitalter mussten die Adoleszenten nachts ausrücken, um das Essen zu besorgen oder die anderen vor einem Säbelzahntiger o.Ä. zu beschützen.

Es ist eine Qual für die Kids, es ist ein Qual für die Lehrer und für die Eltern. Es ist so ähnlich wie das jämmerliche Spiel mit dem Sommer- und Winterzeit. Kein Schwein braucht es. Es spart keine Energie, sondern verschwendet nur Nerven, weil die Leute Zeit brauchen, um sich umzustellen. Aber wir machen es immer weiter mit und warten darauf, dass irgendjemand in der EU uns diese Last wieder abnimmt.

Dieser ganze Wahnsinn mit dem Frühaufstehen hat seine Wurzeln in einer Zeit, in der Erziehung in der Schule eine etwas abgemilderte Variante der Militärausbildung war. Kommt schon, Leute, setzen wir uns für die Kinder ein und sagen: Es reicht! Lasst die Teenager etwas länger schlafen. Lasst die Lehrer von Teenagern etwas länger schlafen. Lasst die Eltern von Teenager etwas länger schlafen. Und alle werden entspannter und ausgeschlafener und dadurch wird sich, das haben einschlägige Versuche in diese Richtung bereits hinlänglich bewiesen, auch die Schülerische Leistung bessern und dann werden wir einen ganz guten Schnitt bei der Pisa-Studie machen. Seit einigen Jahren wird uns ständig Südkorea oder China als Beispiel vorgehalten, was Hochleistungen im Schulalltag betrifft. Die Kinder stehen auf, bevor die Sonne aufgegangen ist und gehen in die Schule und sobald die Schule zu Ende ist, gehen sie zum Privatunterricht. Sie lernen 12 Stunden am Tag. Neulich habe ich eine ganz interessante Meldung über die Ausbildung in China gehört – es ging darum, dass man festgestellt hat, dass chinesische Schüler und Studenten zwar imstande sind, enorm viel zu lernen, aber dass kaum bis gar nicht in der Lage waren, etwas kreativ umzusetzen. Und es stimmt! Die meisten Patente und Innovationen kommen nicht aus diesem Raum.

Also nochmal – lasst uns unsere kreativen Köpfe beschützen, ihnen genug Schlaf gönnen und sie dann zum richtigen Zeitpunkt des Tages mit Herausforderungen konfrontieren. Ich bin mir sicher, sie werden alles bewältigen.

Bis bald in der Malschule – Ivan

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