Aller Anfang ist…. trivial? (I.)

Aller Anfang ist…. trivial?

Wie es ist, wenn man beschließt mit der Kunst eine ewige Bindung einzugehen.

Es ist nicht so, wie viele glauben mögen, dass man immer mit einer festen Vorstellung seiner Mappe für die Uni in die Malschule geht und gleich mit einem Ölgemälde oder einem riesengroßen Projekt auf einer Leinwand startet. Es beginnt nämlich mit einem Grundkurs im Zeichnen und da ist es dann egal, wie sehr man vorher von Eltern, Lehrern und Freunden für die eigenen Bilder und Zeichnungen gelobt wurde (die haben doch, ehrlich gesagt, meistens keine Ahnung von Kunst).

In der Malschule wird man mit der Realität konfrontiert. Das bedeutet konstruktive Kritik und ehrliches Lob, aber dazu später. Im Grunde fängt jeder erst mal bei null an, was für viele sicher nicht einfach ist, wenn man schon glaubt, wesentlich fortgeschrittener zu sein.

Ich gebe zu, ich habe auch viel Lob bekommen, bevor ich in die Malschule kam, habe mich allerdings mehr darüber geärgert, weil ich selbst dann Lob bekam, wenn ich meine Bilder selber schlecht fand. Daher habe ich gleich akzeptiert, dass ich Geduld und Ausdauer mitbringen muss, was vermutlich daran lag, dass ich viel zu lange keine oder oberflächliche Bemerkungen zu meinen Arbeiten bekommen hatte und endlich jemand da war, der wirklich Ahnung hat und dessen Meinung auch einen gewissen Wert für mich darstellt.

Schon als ich meinen ersten Schritt in die Malschule machte und all diese kreativen Menschen in einem einzigen Raum sah, wie sie erschufen, gestalteten, entwickelten und wuchsen , war mir plötzlich klar: Ich werde das hier durchziehen, komme was wolle.

Und wenn man, wie ich, beschließt mit der Kunst eine lebenslange Bindung einzugehen, muss man sich darauf einlassen, ihre wahre Beschaffenheit kennenzulernen. Alles, was man so zeichnen kann, lässt sich in Formen wie  Würfel, Kugel, Zylinder, Kegel, Pyramide ausdrücken. Wenn man diese nicht beherrscht, wird es auch nichts mit komplexeren Zeichnungen.

Wer sich auf die Kunst einlässt, muss Kompromisse eingehen, aber es lohnt sich. Die Kunst ist eine sehr dankbare Lebensgefährtin.

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