Was will ich eigentlich?

Vor Kurzem habe ich im Blog der Malschule den Beitrag „Scheidewege“ vom Dozenten Ivan Dimov gelesen und möchte in Anlehnung daran, meine persönlichen Erfahrung mit dem Problem der Entscheidung und dem des Stillstandes mitteilen.

Für welchen Werdegang soll ich mich entscheiden?

Christina Monschau: Mappenvorbereitung
Christina Monschau: Mappenvorbereitung

Nach wie vor ist diese Frage in meinem Leben präsent und es gibt die unterschiedlichsten Meinungen dazu. Meine Familie, vor allem mein Vater, ist der Überzeugung, dass eine Buchhändlerausbildung das Beste für mich sei. Er will kein Kind, dass ihm auf der Tasche hängt und hält nichts von „brotloser Kunst“.

Er redet sie förmlich klein, eindringlich und dominant, bis ich selber zu zweifeln beginne. Andere wiederum glauben, dass Lehramt gut zu mir passt.

Und ich? Ich hatte mich so langsam damit angefreundet, wenn ich schon zu schlecht für ein Musikstudium bin, wenigstens Bühnenbild zu studieren.

Mit dem Gedanken konnte ich am besten leben und die Vorstellung gefiel mir sehr gut.

Leider ist das immer so eine Sache mit der Vorstellung und der Durchführung. Während ich in den Malkursen ein Portrait nach dem anderen malte, machte ich mir kaum Gedanken darüber, dass für die Aufnahme zum Bühnenbildstudium auch die Räumlichkeit ein wesentlicher Aspekt ist, den ich dafür beherrschen sollte.

Christina Monschau: Mappenvorbereitung
Christina Monschau: Mappenvorbereitung

Für gewöhnlich wäre diese Erkenntnis kein Problem gewesen. Wäre da nur dieser eine Wunsch gewesen –nur Bühnenbild, nichts anderes!-, dann hätte ich mich voll und ganz auf die Anforderungen konzentriert und gezielt darauf hin arbeiten können.

Nun war aber Bühnenbild nur mehr Option als Ziel, was daher rührte, dass ich beim Entdecken kleiner Schwächen und Fehler gleich glaubte, nicht gut genug zu sein und mich schnell in ein anderes Ziel stürzte, in der Hoffnung, dass ich darin besser wäre.

Aber so läuft es nun mal nicht. Sondern: Erst ein Ziel setzen und dann darauf hin arbeiten! Aber das ist leichter gesagt, als getan, wenn neben der eigenen Unsicherheit jeder um Rat Gebetene etwas anderes sagt.

Im Grunde genommen, weiß ich, dass Ratschläge zu nichts führen und dass in diesem Falle nur meine Meinung zählt.

Daher beschließe ich nun endgültig bei meinem Ziel zu bleiben, Lehramt Kunst und Musik zu studieren und ich werde nicht ruhen, bis ich die Studienplätze habe.

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