„Immer locker bleiben“

Christina, Skizze
Christina, Skizze

 

„Immer locker bleiben“

 

Wie schreibt ihr eigentlich? Nehmt doch mal einen Stift in die Hand und schaut, wie eure Handhaltung ist, wenn ihr schreibt.

Und nur schaut mal, wie eure Hand und eure Finger sich verhalten, wenn ihr zeichnet?

Merkt ihr einen Unterschied?

Also ich für meinen Teil lege meine Hand und meinen Unterarm beim Schreiben auf dem Tisch ab und bewege den Stift fast nur mit den Fingern.

Manchmal auch mit dem Handgelenk.
Wenn ich am Tisch zeichne, mache ich immer wieder den gleichen  Fehler. Ich zeichne so wie ich schreibe. Und nach spätestens einer Stunde verkrampfe ich völlig, weil ich den Stift beinahe festkralle, als würde er sonst Beine kriegen und panisch weg laufen. Bei langen Abiturklausuren habe ich dasselbe erlebt.

Diese verkrampfte Haltung hat sicherlich ganz viel mit dem Erwartungsdruck zu tun, mit dem ich an die Arbeit ging.

Als ich zum ersten Mal in der Malschule versuchte einen 20 cm langen Strich mit fest aufliegendem Unterarm zu zeichnen, war ich erst übermütig und dann verzweifelt, denn es ging nicht. Die Linie war immer ein wenig gebogen. Als sei mein Unterarm ein Zirkel.

Erst als ich versuchte aus der Schulter zu zeichnen und nicht aus dem Handgelenk, wurde es langsam besser.

Wer von euch Tennis spielt, weiß, wovon ich rede, wenn ich sage, aus der Schulter zeichnen. Beim Tennis bewegt man nicht, wie beim Badminton, das Handgelenk, sondern den gesamten Arm, als könne man das Handgelenk nicht mehr bewegen. Erst dann bekommt man die gerade zielgerichtete Bewegung hin.

Diese Übung ist wichtig, da sie sich auch später auf das Malen auswirken wird. Ohne Zeichengrundkurs keine vernünftige Malerei! Punkt.

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