Schlagwort-Archiv: Kreativität

Annette von Woellwarth: Malerinnen in der Kunstgeschichte

Annette von W.: Malerinnen in der Kunstgeschichte

Über Paula Modersohn-Becker/ ein Essay

Ich sehe das Gesicht einer Frau auf einer Fotographie, einer Frau mit einem freundlichen Gesicht und einer Sanftheit und Unschuld im Blick, die fast auf allen ihren Bildern zu finden ist, auf den Gemälden, den Portraits von Frauen und Kindern und den Selbst-Portraits. Es ist das Gesicht der Paula Modersohn-Becker, die Künstlerin, die Malerin, ein Vorbild für die Künstlerin von heute, ein Vorbild für alle frei schaffenden und bildenden Künstlerinnen, die frei sein wollen in ihrer Kunst und unermüdlich vorwärts streben in ihrem Ideal, weil sie bereit sind alles dafür zu tun, und dazu gehört sehr viel Selbstdisziplin und der Glaube an die eigene Kunst, die sich eines Tages, vielleicht, wenn wir es wollen durchsetzen wird. Sie, die 1876 Geborene hat sich hinweggesetzt über das Frauenideal ihrer Zeit. Sie wollte kein Heimchen am Herd sein und keine Frau, die ihre volle Zeit aufopfernd Mann und Familie widmet. Annette von Woellwarth: Malerinnen in der Kunstgeschichte weiterlesen

Kryptomnesie – unbewusster Ideenklau

Kryptomnesie

Dieses kryptische Wort heißt einfach übersetzt nichts anderes als unbewusster Ideenklau.
Und wir Kreativen leben tagtäglich damit. Nicht nur, dass man unsere Ideen vermeintlich klaut, auch wir tun nichts anderes. Und zwar jeden verdammten Tag. In den allermeisten Fällen ist uns das nicht bewusst. Wir schwören sogar Stein und Bein, dass diese unsere Idee absolut originär ist und wir vorher nie davon gehört haben.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Zum Trost sei gesagt: So etwas wie originäre Ideen gibt es gar nicht. Damit meine ich, dass jeder absolut neuen Idee bereits viele Gedanken, Bilder, Bücher, Geschichten, Filme, Erfahrungen usw. Anderer vorausgegangen sind. Und das ist nicht nur in der kreativen Welt so, sondern auch in jeder anderen Branche. Es gab immer vor dem Durchbruch in der Gentechnik, der Architektur, der Biologie, der Medizin etc. diverse andere Geistesblitze, die dann wiederum zu diesem einen geführt hat, der alles andere in den Schatten stellt. Wir schöpfen also alle immer aus einem Fundus des bereits Dagewesenen und das Neue ist auch immer zu einem kleinen Teil das Alte. Kryptomnesie – unbewusster Ideenklau weiterlesen

Ivan Dimov: Irrungen und Wirrungen

Irrungen und Wirrungen

 

Es gibt ja so Tage, an denen man eigentlich Zeit hat, aber es will einem nichts so richtig gelingen. Man könnte seiner kreativen Arbeit nachgehen, oder endlich Dinge in der Wohnung erledigen, die man schon ewig vor sich herschiebt, oder Rechnungen überweisen, die bereits nahe am Mahnungstermin oder darüber sind, oder endlich mal wieder alles Mögliche ausmisten, was sich in den letzten Monaten bzw. Jahren angesammelt hat und nur noch zum Wegschmeißen taugt.

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BILD DES TAGES

Ein herzliches Hallo an die kreativen Köpfe da draußen!


Für alle die nicht genug von der Welt der Kunst bekommen können und am liebsten auch zu Hause oder Unterwegs wüssten, was wir hier so anstellen, starten wir nun den Dauerlauf unserer „Foto des Tages“ Reihe.

Die“Fotos des Tages“ werden -immer auf dem neuesten Stand- von Schnappschüssen verschiedener Situationen aus der Malschule, über Arbeiten oder Projekte von Schülern und Dozenten bis hin zu Motiven aus der Kunst im Alltag reichen.

Froschperspektive
Froschperspektive

Wir möchten euch zeigen, was geschieht, bewegt, erstaunt, erheitert, motiviert, inspiriert und vor allem was die Malschule und unsere Schüler ausmacht.

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Ivan Dimov: Wartet nicht!

Wartet nicht!

Das Leben ist kurz. Das wissen wir alle. Und je älter wir werden desto kürzer. Auch das ist kein Geheimnis. Aber wir kleben mehr am Leben je älter wir sind. Und mit älter meine ich – echt alt.

Ich las letztens einen klugen Satz von meinem Lieblingskolumnisten Martenstein, der sehr richtig bemerkte, dass sich 90jährige im Gegensatz zu 20jährigen nie umbringen, es sei denn sie sind todkrank und leiden sehr stark.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Als 20jähriger scheint man also nicht so sehr am Leben zu hängen wir als 80jähriger. Das ist doch irgendwie seltsam und müsste doch, rein von der Logik her, andersherum sein. Im Zweifel haben wir mit 80 doch Einiges erlebt, hoffentlich viel Erfüllendes, bestimmt auch viel Schmerzliches – aber in jedem Fall viel.

Da sollte es doch leichter fallen, abzutreten als mit 20, da alles noch vor einem liegt und man, zumindest glaubt, man müsse nur die Hand danach ausstrecken und wenn nicht heute, dann passiert es eben morgen oder nächste Woche, nächstes Jahr, in fünf Jahren…. So what!

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Grischa Skrylev: A Q U A R E L L E – II.

KÜNSTLERISCHE GRUNDAUSBILDUNG

Grischa Skrylev:    A Q U A R E L L E      II.

 

Grischa Skrylev: Frauenfigur
Grischa Skrylev: Frauenfigur

Fakt ist, die Zeit und  Farben  habe ich investiert  ud meinen Auftrag  zur  Zufriedenheit meines Auftragsgebers erledigt.

Selbstkritik ist wichtig um sich weiterzuentwicklen, aber die Zuversicht in das eigene Können sollte dabei nicht verloren gehen.  zum artikel

A Q U A R E L L E – I.

KÜNSTLERISCHE GRUNDAUSBILDUNG

Grischa Skrylev:    A Q U A R E L L E      I.

Grischa Skrylev: Die Aquarellfrau
Grischa Skrylev: Die Aquarellfrau

Meine  Dozenten haben das eigentlich ganz knapp und gut kommentiert: „Da hast Du Dir aber was ausgesucht…nämlich  gleich 🙂 die anspruchsvollste Maltechnik“.

Ich blieb  stur und  präsentiere euch heute meine ersten    Ergebnisse. Und, ich kann nur etwas sehr wertvolles wiederholen,  das was die Dozentin zu mir gesagt hat:

„Ein  Aquarellbild muss mindest zu 50 % des Bildes aus weißer Fläche  bestehen  um das Gefühl  einer  Leichtigkeit   erzeugen  sonst sieht es zu Tode  gemalt aus.“ zum artikel

Ivan Dimov: Monika Grzymala

kreative fragen…

Monika Grzymala – RAUMZEICHNUNG etc.

Zeichnung ist von der Hand geführtes Denken, sagt die 1970 im polnischen Zabrze geborene  Monika Grzymala.

Auf Papier fängt bei ihr alles an.  Für ihre Gebilde benutzt die Künstlerin Klebeband. Mehrere Kilometer davon. Sie studierte bei Bogomir Ecker an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste. Heute lebt sie in Berlin und stellt auf der ganzen Welt aus. Ihre großen Installationen, die sie Raumzeichnungennennt,  haben mich umgehauen.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Ich habe irgendwo gelesen,  dass Monika Grzymala ihre Arbeiten mit Fotos, Daten, Texten genau und übersichtlich dokumentiert.

Sicherlich muss das sein, angesichts des ephemeren Charakters ihrer großen Raum- und Bodenzeichnungen, ihrer ständigen Bewegung bei und in der Arbeit, die immer an anderen Orten stattfindet.

Ivan Dimov: Monika Grzymala weiterlesen

Ivan DImov: Die Relationen sind relativ

kreative fragen…

Die Relationen sind relativ

Wir nehmen die Welt immer in Relation zu uns selbst wahr. Wenn sich etwas an uns verändert, dann denken wir nicht, dass es an uns liegt, sondern glauben, dass sich etwas an unserer Umgebung geändert hat.

Ein Beispiel: Wenn wir per Computersimulation (und dergleichen ist heutzutage möglich) einen Avatar von uns sehen, der größere Hände hat als wir und dann einen Gegenstand in die Hand nehmen, dann glauben wir, der Gegenstand sei kleiner geworden und nicht, dass unsere Hände einfach größer sind als vorher. Das ist extrem egozentrisch, aber so funktionieren wir nun mal.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Zunächst einmal ist das ja gar nicht verkehrt. Da wir über uns selbst nun mal die meisten Informationen besitzen, ist es durchaus sinnvoll auch von uns selbst auszugehen.

Wenn wir zum Beispiel sehr zierlich und recht kraftlos sind, dann erscheint uns ein steiler Berg steiler als er in Wirklichkeit ist.

(Ähnlich ist das, wenn wir uns niedergeschlagen fühlen.)

Unsere absolut subjektive Wahrnehmung schützt uns davor, uns zu übernehmen. Und das ist gut. Ivan DImov: Die Relationen sind relativ weiterlesen

Ivan Dimov: Curiosity kills the cat but not the artist

kreative fragen…

Curiosity kills the cat but not the artist

Sei nicht so neugierig! – ist ein Satz, den ich in meiner Kindheit oft zu hören bekam. Ich hoffe, dass das den heutigen Kindern nicht mehr so geht, denn wie man jüngst herausgefunden hat, ist Neugier zusammen mit der Gewissenhaftigkeit einer Person ebenso wichtig für das erfolgreiche Gelingen einer Karriere oder eines Lebensweges wie die Intelligenz.

Ivan Dimov
Ivan Dimov

Zurück zu den Kindern – jeder, der welche hat, kennt die endlose Fragerei, wenn sie einmal auf etwas gestoßen sind, das sie nicht loslässt.

Warum ist das so? Wie funktioniert das? Was bedeutet das? Wieso ist das nicht so? Usw.

Ganz oft freut einen diese Fragerei, besonders dann, wenn man zu dem Thema auch etwas zu sagen hat, manchmal nervt es, Ivan Dimov: Curiosity kills the cat but not the artist weiterlesen