Der Alltag des Zeichners 1

D e r   A l l t a g    d e s    Z e i c  h n e r s 

Grischa Skrylev

Bild 1 Glasröhre

Nach einer Reihe von Kämpfen mit dem Thema Portraits, brauchte ich etwas Abwechslung und versuchte, auf entspannte Art und Weise durch einige Skizzen meine Handfertigkeit weiter auszubauen.

Grischa Skrylev: Ständer
Grischa Skrylev: Ständer

Bei dieser Arbeit nahm ich Tusche und Pinsel in die Hand. Grundsätzlich arbeite ich lieber mit der Feder anstatt mit dem  Pinsel.

Aber ich wollte mich auf große Flächen konzentrieren und die Feder wirkt da eher kontraproduktiv, weil man durch die feine Linie verführt wird, sich  in die Detailarbeit zu stürzen.

Wenn man die Tusche verdünnt, sind allerdings auch sehr feine Nuancen möglich.

Bild 2 Afrikanische Skulptur

Da ich bei den Portrait-Arbeiten bemerkt habe, dass ich immer noch immense  Probleme mit Schraffuren habe, ich tendierte dazu, sie immer sehr kompliziert zu machen, wollte ich bei dieser Übung eine afrikanische Statue ganz schlicht nur in eine Richtung schraffieren …und so entstand dieses Kerlchen..

Grischa Skrylev: Afrikanische Skulptur
Grischa Skrylev: Afrikanische Skulptur

Immer noch sehr  amüsant für mich: Jedes Mal wenn mir die Dozenten an der Kölner Malschule eine Übung zeigen, denke ich:

Ach, das sieht einfach aus! Dann fange ich an und bekomme vor Anstrengung fast einen Heulkrampf 🙂

Bild 3 Wasserhahn

Grischa Skrylev; Wasserhan
Grischa Skrylev; Wasserhan

Die Kunst der Schraffur ist einfach:

Man sollte die Striche in die richtige Richtung setzen.

Die Richtung sollte sich wiederum an der Form des Motivs orientieren.

Das war auch meine Agenda bei dieser Übung. Ich war am Ende ganz erstaunt, was man alles mit gezielten Strichen erreichen kann.

Es ist nicht perfekt, aber so als Skizze…

Immerhin erkennt man, was ich da gezeichnet habe. Und mal ganz ehrlich – Metall darzustellen, ist nicht so einfach, wie man denkt. Aber mit etwas Übung und dem Verständnis für die richtige Schraffur, erreicht man so Einiges.

Bild 4 Motorrad

Grischa Skrylev:  Motorrad
Grischa Skrylev: Motorrad

Also an diesem Motiv bin ich fast zerbrochen. Ein blödes Modell von einem Motorrad. Am liebsten hätte ich mir den Bleistift ins Auge gerammt – so wütend war ich darüber, dass ich das „Ding“ nicht unter Kontrolle bekomme.

Ihr seht zunächst meine erste und dann die gelungenere Skizze. Mein Fehler anfangs war, dass ich mich immer wieder von den Details ablenken ließ. Dann habe ich begriffen, dass nicht die Details wichtig sind, sondern nur die Maschine selbst.

Was weiß man über ein Motorrad? Es hat zwei Räder, einen Sitzplatz, Scheinwerfer und einen Lenker. Mehr braucht ihr nicht, um es darzustellen .

Grischa Skrylev:  Motorrad-2
Grischa Skrylev: Motorrad-2

Ja, gut, vielleicht noch den Motor 😉

Bei dieser Übung habe ich es das erste Mal geschafft, die Details auszublenden.

Und so entstand diese unkomplizierte Skizze.

Bild 5 Motorrad 1

Bei dieser Übung habe ich nur noch mehr reduziert und trotz der wenigen Striche, erkennt man die Form des Motorrads.

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