Der Alltag des Zeichners 2

D e r   A l l t a g    d e s    Z e i c  h n e r s

Grischa Skrylev

Bild 1 Messgerät

Diese Übung hat mir auch Probleme bereitet, bis ich etwas ausprobiert habe ;).  Und zwar meinte der Dozent zu mir, ich solle meine Augen schließen und dann weiter malen. Das Erste, was ich dachte, war, wie blöd das aussehen würde, wenn ich auf einmal mit geschlossenen Augen zeichne.

Grischa Skrylev: Messgerät
Grischa Skrylev: Messgerät

Aber nach ein paar Fehlversuchen, dachte ich mir, wieso nicht! Jeder hier im Unterricht versucht doch irgendwie weiterzukommen und wenn ich es nötig sein sollte, dann zeichne ich eben auch mal blind.

Ich weiß nur noch, dass ich die Augen irgendwann schloss und dabei furchtbar grinsen musste, weil ich ungemein blöd aussehen musste, aber es hat tatsächlich was gebracht.

Ich konnte plötzlich ein paar Abstände richtig skizzieren, obwohl ich überhaupt nichts gesehen habe.

Fazit: Probiert es ruhig mal aus! Es hört sich lächerlich an,
aber ihr bekommt das hin, weil das Gehirn das Bild bereits
gespeichert hat und so kann es das auch abrufen,
wenn man nichts sieht.
Die Zeichnung wird außerdem lockerer aussehen, schon deswegen,
weil man lieber nicht zu fest drückt, aus Angst, es später nicht
mehr korrigiert zu kriegen.

Bild 2 Die Umdrehung

Nach den ganzen Skizzen dachte ich mir, damit ich nicht verlerne, Gesichter zu zeichnen zeichne ich mal welche und so entstand dieses Bild.

Grischa Skrylev: die Umdrehung
Grischa Skrylev: die Umdrehung

Ich wandte die Perspektive an. Inzwischen habe ich mit Freude vernommen, dass all die Stunden, die ich beim perspektivischen Zeichnen verbracht habe, nicht umsonst waren, sondern mir geholfen haben, ein Fundament in Bezug auf das räumliche Verständnis aufzubauen.

Allerdings war die Umsetzung nicht einfach, aber ich finde für eine Skizze  reicht es. Ich kann euch nur darauf aufmerksam machen:

Nutzt jeden freien Augenblick, um etwas zu zeichnen! Nehmt einen Stift und skizziert entweder aus dem Kopf oder malt etwas ab.

Zum Üben eignet sich beides gleich gut. Aber ohne Üben geht gar nichts.

 

Bild 3 Ballettschuhe

Grischa Skrylev: Ballettschuhe 2
Grischa Skrylev: Ballettschuhe 2

Bei diesem Bild habe ich versucht, den zarten Stoff um die mit Holz bespannten Fußspitzen darzustellen. Immerhin sind es nicht irgendwelche Schuhe, sondern Ballettschuhe.

Es war schwierig, die ganzen Bänder zu erfassen und so darzustellen, dass diese zu den Schuhen gehören, besonders der Schatten brachte mich an meine Grenzen.

Aber Grenzen sind schließlich da, um überwunden zu werden. Und das ist das Ergebnis.

Wenn ihr etwas Kompliziertes seht, habt keine Angst, es zu zeichnen.

Versucht es einfach, es wird sich auf jeden Fall für euch lohnen.

Bild 4 Licht und Schatten

Grischa Skrylev_ Lampe
Grischa Skrylev_ Lampe

Dieses Bild habe ich mit Wachskohlenstift gemalt. Eine ganz neue Erfahrung. Das Ziel war, Licht und Schatten darzustellen.

Inzwischen habe ich eine ganze einfache Sache begriffen:

Man kann das Licht in seinen Zeichnungen erst zum Leuchten bringen, wenn der Schatten stimmt.

Grischa Skrylev: Licht und Schatten
Grischa Skrylev: Licht und Schatten

Bild 5 Straße

Hier habe ich mich mit Pastellstiften ausprobiert. Naja, die Farben sind zwar kräftig und kommen gut zum Ausdruck, aber dafür schmieren sie und der Staub, der entsteht, nervt einfach.

Ich bewundere die Leute, die mit diesen feinen, aber sehr ausdrucksstarken Mitteln Hammer Bilder malen können.

Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich nur sagen, ich gehöre nicht dazu. Aber was nicht ist, kann ja noch werden;).

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*