! in der Kölner Malschule !

 Willkommen in der Kölner Malschule !

 

Nun fing ich mit dem Zeichenprogramm an und zwar bei null. Ich wollte unbedingt alle Infos und Übungen mitnehmen. Dieses Mal wollte ich es richtig machen und mich nicht mit halben Sachen zufrieden geben. Ich war sehr gespannt, wohin mich diese Reise führen wird.

Wie würden sich meine Zeichnung nach Abschluss des Kurses von meinen vorherigen unterscheiden?

Bild 1 Messerblock

Grischa Skrylev, Messerblock
Grischa Skrylev, Messerblock

Wie schon erwähnt, habe ich bei null angefangen und das bedeutet, sich erst mal mit ganz einfachen Sachen auseinander-zusetzen, also Grundformen erkennen und richtig zeichnen.

Diese erste Berührung mit dem Programm der Kölner Malschule war zugleich eine Überraschung, denn die Dozenten machten mir klar, dass, wenn ich mein Motiv beherrschen will, ich als erstes die Details weglassen und mich auf das große Ganze konzentrieren muss.

Dafür muss ich aber die einfachen Grundformen erkennen:

Kubus, Kegel, Pyramide, Kugel etc.

Jahrelang habe ich genau umgekehrt gezeichnet. Es war, als müsste ich plötzlich nicht mehr von links nach rechts sondern von rechts nach links schreiben.

Wenn man die parallelen Verschiebungen bei rechteckigen Objekten berücksichtigt, schafft man es ziemlich schnell, eine recht passable Form aufzubauen.

Bild 2 Spülflaschen

Grischa Skrylev, Spülmittel
Grischa Skrylev, Spülmittel

Neben der Beherrschung der Grundformen, gibt es noch eine Möglichkeit, das Motiv effizient unter Kontrolle zu bringen und zwar mit der sogenannten Einpack-Methode.

Ganz einfach ausgedrückt:

Damit man sich nicht von Details ablenken lässt, sollte man sich das Motiv eingepackt vorstellen, z.B. in einer rechteckigen Schachtel, und dann ganz gemütlich innerhalb dieses eng abgesteckten Raums das Motiv aufbauen.

 

Bild 3 Schatten

Grischa Skrylev, Schatten - Studie
Grischa Skrylev, Schatten - Studie

Ihr erinnert euch vielleicht, wie sträflich ich den Aufbau von Licht und Schatten vernachlässigt habe.

Jetzt musste ich als erstes einige Blätter nur mit Schraffuren füllen. Form-Schraffur. Kreuz-Schraffur. Bleistift. Fineliner. Tusche. Schnell wurde mir klar – ich hatte keine Ahnung, was Schraffur ist und ich war sehr glücklich, dass ich den Kurs gestartet hatte, denn zum ersten Mal im Leben begriff ich die Prinzipien des Licht-Schatten-Aufbaus von Objekten.

 

Bild 4 Ausschnitt einer Mütze

Grischa Skrylev, Mütze - Detail
Grischa Skrylev, Mütze - Detail

Hier seht ihr ganz deutlich die Kombination von Form und Kreuzschraffur.

Die Form-Schraffur erzeugt das Gefühl für die Oberfläche des Motivs,

während die Kreuz-Schraffur für die Intensität von Licht-Schatten Kontrasten verantwortlich ist.

 

 

 

Bild 5 Kirschen

Grischa Skrylev, Kirschen
Grischa Skrylev, Kirschen

Zum ersten Mal habe ich versucht mit einem Fineliner zu schraffieren.

Damals hat mir die Zeichnung ziemlich gut gefallen, heute würde ich aber sagen:

Auweia, da fehlt noch so viel.

 

 

Bild 6 Metall

Grischa Skrylev, Metall
Grischa Skrylev, Metall

Die Übung war hier, das Metall zum Vorschein zu bringen. Einfach nur  irgendwelche Zacken und runde Linien zeichnen und dann mit senkrechten Linien herunterziehen und verbinden.

Das hört sich nicht nach einer besonders schweren Aufgabe an, oder? Von wegen!

Ich habe schraffiert und schraffiert und ich war so weit davon entfernt, etwas Glaubwürdiges zu erschaffen.

Die Zeichnungen waren entweder zu dunkel oder sahen nicht nach Metall aus. Oh, Mann! Also habe ich weiter schraffiert. Und schraffiert! Und schraffiert! Und irgendwann wurde es besser. Man kann das Gefühl nur schwer beschreiben, wenn eine Zeichnung lange nicht gelingen will und dann, scheinbar ganz plötzlich, alles an seinen Platz zu rücken scheint. Sie ist immer noch nicht perfekt, aber die Richtung stimmt. Es fühlt sich großartig an und man will sofort die nächste Zeichnung beginnen.

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