Studium: Renate Linzbach

R E N A T E     L I N Z B A C H

Für die 1948 geborene Renate Linzbach gibt es zwei Zitate, die ihrer Meinung nach, ihre Einstellung zur Kunst besonders gut widerspiegeln: „Bunt ist meine Farbe“ (Walter Gropius ) und „Wenn ich nicht mehr malen dürfte, nicht mehr meine kleinen Zweige machen dürfte mit gerade genug Luft dazwischen, um die Singvögel durchschlüpfen zu lassen – das wäre mein Tod“ (Camille Corot).

Mit ihrem verschmitzten Lächeln, das sie wie ein junges Mädchen wirken lässt, sagt Renate: „Ich habe die Heiterkeit, meines Vaters geerbt“, und fügt dann hinzu „Aber ich habe auch viel Melancholie von meiner Mutter in mir, die aus dem Norden stammt.“

 Malerei war schon immer um Renate herum und sie mittendrin. Ihr Opa und Vater waren Maler und so war es kein Wunder, dass sie schon als Fünfjährige genauso gerne malte wie mit Puppen zu spielen.

Seit 1976 ist Renate mit einem Landwirt verheiratet und schaffte es doch immer, den anstrengenden Alltag auf einem Bauernhof mit ihrer Leidenschaft zu verbinden.

Zwischen 1984 und 1994 hat sie sich der Porzellanmalerei gewidmet und ein Jahr später kam sie durch einen Zufall zur Kölner Malschule.

 Aber eigentlich gibt es ja keine Zufälle“

lacht Renate und jeder, de sie nur ein bisschen näher kennenlernt, glaubt ihr das auch, denn die Malerei ist ihr eine Herzensange-legenheit.

Zu Anfang ihres langen Studiums an der Kölner Malschule hat sie begierig alles, was man ihr an Ausbildung anbot, in sich aufgesogen. In den letzten Jahren, in denen sie das Studium Programm absolvierte, fand sie ihren ganz eigenen Stil.

„Als ich die Malschule zum ersten Mal betrat, fühlte ich mich sofort zu Hause“, schwärmt Renate.

„Heute fühle ich mich – wie ich. Obwohl ich meine Ausbildung hier abgeschlossen habe und sogar mein eigenes Atelier besitze, komme ich mindestens einmal in der Woche in die Malschule.

Ich brauche das einfach für meine expressive Malerei. Meine Bilder sind stark von meiner Kindheit geprägt.

Wenn ich male, höre ich sehr oft Tschaikowsky oder Dvořák.

Manchmal verknüpft sich die Musik so intensiv mit meiner Erinnerungen, dass es mir die Kraft raubt. Dann muss ich raus. Zur Malschule. Ich brauche die Menschen um mich herum. Den Dialog. Die Kollegen dort geben mir Energie. So einfach ist das.“



Renates nächste Ausstellung findet im Sommer 2012 statt. Besucht am besten einfach mal Renates Homepage : www.renates-eigenart.de

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