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Als Michelangelo gefragt wurde, wie es ihm gelungen sei, einen so wunderbaren Marmorlöwen darzustellen, hat er gesagt:

“Ich habe alles weggelassen, was nicht Löwe war. “

Man muss auf den Punkt kommen, alles weglassen was überflüssig ist und trotzdem die Fantasie des Betrachters beflügeln.

Das Portrait ist sicher das schwierigste Thema für den Künstler und trotzdem können ihm die wenigsten Künstler widerstehen. Ihr Maßstab ist die Ähnlichkeit mit dem Modell. Das bedeutet nicht nur die anatomische Beherrschung des Kopfes, sondern auch das Erfassen des Charakters, der Persönlichkeit oder der Stimmung des Modells.

Begabung und Handwerk sind beim Portrait zentrale Positionen.

Um ein gutes Portrait zu zeichnen  oder zu malen, muss man vor allem die Zeichnung und den Aufbau des menschlichen Kopfes im allgemeinen beherrschen.

Das beginnt mit dem Schädel, dem Gesichtskanon (Proportionen), den einzelnen Anatomien und den speziellen Gesichtsausdruck (Mimik).

Lebensalter und Geschlecht prägen zusätzlich den individuellen Charakter.

Erst dann werden Sie eine bestmögliche Ähnlichkeit erreichen. Ohne ist es kein Portrait. Das ist zunächst der technische Aspekt des Portraits.

Talent sollte sich am Handwerk entlang deklinieren.

Danach kommt der künstlerische,  der auf Komposition, der Pose, dem Licht, Tonwerten etc. beruht.