Pallette

Wie sehr sich die Verantwortlichen bemühen, den Bedürfnissen von Interessierten ohne Vorkenntnisse gerecht zu werden, verdeutlicht die Anzahl der Grundkurse. Hilfreich ist für beide Seiten das bei allen Anmeldungen obligatorische Vorgespräch, bei dem die persönlichen „Vorstellungen und Fähigkeiten“ geklärt, geeignete Kurse oder ein mehrteiliges Programm vorgeschlagen werden.
Vorbildlich daneben die Möglichkeit, wegen Urlaub oder Krankheit versäumte Stunden nachholen und in die fortlaufenden Kurse, sofern Platz vorhanden, jederzeit einsteigen zu können.
Da scheint es schon selbstverständlich, dass die langsam arbeitenden ebenso zu ihrem Recht kommen wie die schnell malenden, Anfänger wie Fortgeschrittene ein ihrem Rhythmus gemäße, individuelle Betreuung erfahren.

Radio Köln

Ehrfurchtsvolles Verstummen macht sich häufig beim Anblick eines Kunstwerkes breit. Für den Kenner ist es ein Zeichen der Wertschätzung, für den Laien eher eins von Hilflosigkeit. „Was hat der Künstler sich dabei gedacht; was will er uns damit sagen?“

Diese Fragen brauchen nicht für immer unbeantwortet zu bleiben. Unter dem Motto: „Zwischen Kunst und Hobby“ richtet sich die Kölner Malschule in Köln-Ehrenfeld mit ihrem umfangreichen Kursusangebot an alle Kunstinteressierten und eröffnet neue Perspektiven. Es riecht nach Acrylfarbe und Terpentin. Der große, lichte Raum ist mit Staffeleien möbliert, der Fußboden mit Farbklecksen übersäht. Das Atelier von Dieter Schlautmann lädt ein, die eigene Kreativität mit Pinsel und Farbe zu entdecken. 1991 gründete er die Kölner Malschule. Ganz anders als die gängige schulische Kunsterziehung, bietet sein Kursprogramm einen völlig neuen Zugang zur Kunst. Kunst kommt von Können, und Können folgt auf einen Lernprozess. Die künstlerische Gestaltung beginnt deshalb für ihn nicht mit Talent oder Intuition, sondern mit handwerklichen Fähigkeiten.

Und aus der Probestunde haben sich schon die unterschiedlichsten Laufbahnen entwickelt, zum Beispiel der Hobbykünstler, der seine erste Ausstellung vorbereitet oder Schüler, die ihre Mappen zusammen stellen und sich für Hochschulstudien qualifizieren möchten. Dieter Schlautmann und sein Dozententeam sind sich sicher, dass Malen und Zeichnen überhaupt keine Frage des biologischen Alters oder der sozialen Zugehörigkeit ist.

Känguru

In Köln-Ehrenfeld finden große und kleine Leute, die Zeichnen oder Malen lernen möchten, die richtige Adresse: die Kölner Malschule.
[…] Spaß soll es machen! So lautet die Devise für das Kinderatelier, […] Fröhlich aber konzentriert wird hier gearbeitet. Heute entstehen bunte Gesichter im Stil von Hundertwasser. So kommen die Kinder mit Werken verschiedener Künstler in Kontakt. Im Laufe des Kurses werden unterschiedliche Farben, Materialien und Techniken erprobt. Die Kinder erhalten diese Materialien von der Malschule. […] Jeder kann zeichnen und malen lernen – So lautet die Philosophie von Dieter Schlautmann […] In erster Linie geht es um handwerkliche Fertigkeiten, die vermittelt werden. […] Mit den richtigen Informationen kann jeder bald gute Ergebnisse erzielen und selber Lernfortschritte feststellen. […] Kindergeburtstag kreativ
Die Malschule bietet für Kinder und Heranwachsende noch ein weiteres Angebot:
Wer möchte, kann seinen Geburtstag im Atelier feiern! Hier können 10-12 Kinder (ab 6 Jahren) unter fachkundiger Leitung gemeinsam malen und experimentieren. Vielleicht entsteht dabei ja ein Gemeinschaftsbild, welches das Geburtstagskind noch lange an den tollen Tag erinnert. […] Und weil nicht nur das KÄNGURU sondern auch der Kinderkanal das Kinderatelier schon besucht haben, kann man sogar einen Videofilm […] anschauen.

Kellogs

[…] Ein vielseitiges Programm für 8 – 12jährige im Zeichnen, Malen und Basteln bietet die Kölner Malschule. Die Gruppenstärken liegen bei ca. acht Teilnehmern. Auf die Auswahl der Dozenten bzw. Dozentinnen wird besondere Sorgfalt gelegt.

koelsche_rund

Kölnische Rundschau
Die Kölner Malschule bringt auch Laien Umgang mit Pinsel und
Palette bei. „Malen lernen kann jeder, […].“
Deswegen wendet sich die Malschule nicht nur an professionelle Malexperten,
sondern vor allem an die Laien. Im Stil einer Kunsthochschule vermitteln die Dozenten […] das Rüstzeug, das jeder zum Malen benötigt. „[…] wir fördern und fordern Qualität“.
[…] Die Bilder der Malschüler beeindrucken durch Vielfalt. „Der Grat zwischen Malen als Hobby und dem professionellen Kunstschaffen ist sehr dünn; die Übergänge fließend“ […] „Viele Besucher waren erstaunt, welches kreative Potential unsere Schüler in den langen Wintermonaten freigesetzt haben“ […]

Freundin
Ohne die Bewerbungsmappe geht gar nichts! Zeichnen und Skizzieren! Der beste Weg Ihre Ideen zu visualisieren.Das Handwerk kann jeder lernen.
Wichtiger als technische Perfektion: die kreative und kritische Auseinandersetzung mit einem Thema! […]

koelnerstadtanzeiger

Kölner Stadt Anzeiger
Zwischen Picasso und Pokemon
Drei Kinder der Kölner Malschule entdecken die Art Cologne
Man muss mit der Kunst gar nicht unbedingt auf Au­genhöhe sein, um einen Besuch auf der Kunstmesse aufregend zu finden.

VON SUSANNE HENGESBACH

Johanna Schnitzler ist sieben Jahre alt und kann bereits klar sagen, was ein Gemälde haben muss, damit es ihr gefällt. „Man sollte was erken­nen können, und ich mag keine Schwarz-Weiß-Bilder!“ Für die elf­jährige Lena Rath ist wichtig, dass „die Farben sauber sind“. Beide Mädchen besuchen ebenso wie der siebenjährige Leo Möller Kurse in der Kölner Malschule und haben große Lust, die Arbeiten der Profis auf der Art Cologne mal kritisch unter die Lupe zu nehmen.
Als Erstes stürzt das Trio auf die „Lady in Red“ von Simon Schubert, streicht der Dame auf dem Samt­stuhl um das platinblonde Haar und bemängelt, dass die „gar kein Ge­sicht“ hat. Auch mit Karin Kneffels bildlicher Darstellung eines Dalma­tiners kann Lena sich nicht sonder­lich anfreunden. „Das Bild ist unlo­gisch, denn das Gesicht des Hundes spiegelt sich falsch.“ „Es spiegelt sich nicht falsch, es spiegelt*: sich an­ders“, korrigiert der Galerist und er­klärt, dass Bilder mitunter eine ganz andere Wirklichkeit haben.
Diese Erfahrung müssen die Kin­der auch am Stand von Kudlek van der Grinten machen, wo sie von Künstler Lukas Roth erläutert be­kommen, dass sein Foto gar „kein richtiges Foto“ ist. Wundert es, dass Leo beim nächsten Exponat, Sebas­tian Hempels Objekt „Achtung Ka­bel“, erfreut ausruft: „Wow, das ist cool! Ist das auch vom Computer ge­macht?“ Fast genauso begeistert wie auf die herumschwirrenden, gelben Sicherheitsbänder starren die Kin­der anschließend auf eine keineswegs virtuelle Kreatur: eine auf dem Fußboden krabbelnde Wespe.
„Weshalb läuft die so komisch?“, fragt Johanna, nunmehr mit Kirsten Geislers Computeranimation„Dream of Beauty 3.0″ konfrontiert.
Leo findet den vor ihm ablaufenden Catwalk „total lustig“ und glaubt be­obachtet zu haben, dass das blutlee­re Model „sich gerade hinten in der Po-Ritze kratzt“. Apropos: Galerist Gerhard Reinz kratzt es nicht die Bohne, dass seine jüngsten Gäste das Werk von Künstler Dietrich Klinge“ mit Füßen treten. Dessen größte Skulptur „Wanna bi“, die auf Johanna „wie ein Außerirdischer“ wirkt, nicht nur beäugen, sondern er­klimmen zu dürfen, ist ein besonde­res Erlebnis – vor allem, nachdem die Kids erfahren haben, dass das Werk 95 000 Euro wert ist.
Spätestens an diesem Punkt flammt Neugierde auf, wo sich denn „das wertvollste Bild in diesem Mu­seum“ befinde? Galerist Utermann schickt das wissbegierige Trio lächelnd zum Kollegen Thomas, wo die drei fassungslos auf Emil Noldes Blumengarten starren. „Drei Mil-li-o-nen? Da gibt es Schöneres“, be­findet Johanna mit Profiblick. Sie fährt ganz auf ein großformatiges Werk von Adrian Schiess ab, wäh­rend sich die elfjährige Lena am En­de am meisten für Agnieszka Kali-nowskas „Holidays“ begeistert.
Leo hingegen entscheidet sich für Hartmut Nau­manns „Koboldmakis“, „weil die Pflanzen in so schönen Farben ausge­malt sind“ und er Bäume entdeckt, „die es gar nicht gibt“.
Zuvor sind die drei um Marc Aschenbrenners „Zweite Sonne“ geschlichen und haben ehrfürchtig Anthony McCalls Rauminstallation „Between You and I“ betreten. Hier können sie sich nur schwer entscheiden, ob sie sich „wie im Nebel“ oder „eher wie im Gefängnis“ fühlen sollen. „Das ist ja einmalig, so was habe ich noch nie gesehen!“, schwärmt Leo und durchschreitet die Lichtkegel wie ein verzaubertes Kind im Märchen­wald.
Wir wollen unsere drei „Leihga­ben“ aus der Malschule nicht zu ihren Eltern zurückbringen, ohne sie zuvor noch mal kurz durch die klas­sische Moderne geschleust zu ha­ben. „Der war wohl länger im Zirkus und hat sich auf Nägel gelegt“, mut­maßt Johanna beim Flanieren vorbei an der Uecker’schen Kunst. Kinder, schaut doch mal rechts, da hängt ein echter Picasso! „Den Namen „Pikat-chu“ habe ich schon mal gehört“, ruft Leo. Der ist von Pokemon.“